Im heutigen Seminar (s. vorherige Posts) habe ich zum Thema Leistungsbewertung beim Einsatz von Weblogs im Unterricht interessante Anregungen erfahren.
Bei der Verpflichtung von SchülerInnen Beiträge in ein Blog einzustellen ist die Bewertung einfach, insbesondere wenn jeder Schüler ein eigenes Blog führt, bzw. Kommentare eindeutig zugeordnet werden können.
Aber eine Bewertung ist zum Einen nicht zwingend notwendig und zum Anderen anderen unter Umständen kontraproduktiv. Denn eine Bewertungsfreiheit hat durchaus ihre Vorteile. So kann sie (die Bewertungsfreiheit) dazu führen, dass die Einstiegsmotivation der SchülerInnen gesteigert und deren Sorge Fehler zu machen abnimmt. Die SchülerInnen können sich so unbefangener an ihren Blogs ausprobieren. Ebenso wird die Möglichkeit geschaffen, dass SchülerInnen aus ihren Fehlern lernen können.
Nicht nur die Bewertungsfreiheit ist eine der möglichen Optionen. Auch ist zu überlegen, ob das Einrichten und Nutzen eines Weblogs eine gänzlich freiwillige Zusatzleistung zum Unterricht sein kann. Die Freiwilligkeit des Führens eines Weblogs hat nämlich ebenfalls einige sehr interessante Vorteile.
Die SchülerInnen, die sich entschlossen haben ein Weblogs zu führen, sind sehr wahrscheinlich hochgradig intrinsisch motiviert. Die aus dieser Motivation entstehenden Arbeitsergebnisse können Vorzeigecharakter erhalten und somit wiederum auf andere SchülerInnen motivierend wirken.
Hier findet die Bewertung als Zusatzleistung auf Wunsch der SchülerInnen statt.
Welches ist also nun der richtige Weg um SchülerInnen zum Führen eines Weblogs zu Motivieren und wie kann die Leistungsbewertung aus dieser Sicht optimal integriert werden?
Wie auch immer die Entscheidung des verantwortlichen Lehrers für die Einführung und das Führen eines Weblogs ausfällt. Letztlich ist es sicherlich eine gute Idee die SchülerInnen an der Planung und an der Bewertung des Weblogs soweit wie möglich zu beteiligen, um die emotionale Bindung zum Weblog zu stärken und so die Motivation langfristig zu erhalten.